Die neu lancierte «Tamedia Code Academy» stösst auf riesiges Interesse: weit über 60 Personen besuchten den Infoanlass zum Programm, das ausgewählten Mitarbeitenden einen vertieften Einblick ins Full-Stack Development verschaffen soll. Mike Herter, Initiator der «Tamedia Code Academy», im Interview zu den Zielen des neuen Ausbildungsangebots.

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Wie kam die Idee zur «Tamedia Code Academy» zustande?
Mike Herter: Aus einem persönlichen Bedürfnis heraus. Ich war bei Tamedia bisher als Digital Project Manager, Product Manager, Product Owner und Innovation Manager tätig. In sämtlichen Funktionen war ich an der Schnittstelle zwischen IT und Stakeholdern wie Redaktion, Sales und Marketing.

Obschon ich über eine hohe IT-Affinität verfüge, fehlt mir die Informatik- Ausbildung. Einerseits bekomme ich dies im täglichen Umgang mit den Entwicklern zu spüren, wenn es um das Spezifizieren von Tasks, Features oder Konzepten geht. Wenn man nicht die gleiche Sprache spricht wie die Entwickler-Teams, riskiert man Reibungsverluste, was die Prozesse verzögert. Ich muss also deren Sprache lernen! Andererseits möchte ich nicht immer auf wertvolle Entwickler-Ressourcen zugreifen müssen, wenn es um die grobe und schnelle Umsetzung von Ideen geht. Ich möchte selbst visuelle oder gar voll-funktionsfähige Prototypen entwickeln und diese beispielsweise mit dem Design-Thinking-Ansatz direkt an der Zielgruppe testen.

So wie mir geht es vielen Kolleginnen und Kollegen bei Tamedia. Hier setzt das Full-Stack-Development-Programm an.

Warum unterstützt Tamedia dieses Vorhaben?
Die Präsentation in der Unternehmensleitung dauerte keine 15 Minuten. Die UL erkannte das Potenzial sofort. Tamedia möchte bis 2020 zu den führenden digitalen Medienunternehmen Europas gehören. Ich denke, die «Tamedia Code Academy» könnte eine der Massnahmen sein, um diese Vision zu realisieren. Mit diesem Weiterbildungsprogramm wird das Skillset um eine Fähigkeit erweitert, die aus meiner Sicht für digitale Stellenprofile unabdingbar ist: Dem Verstehen, Interpretieren und Anwenden von Programmiersprachen.

Was macht eigentlich ein Full-Stack Developer?
Ein Full-Stack Developer ist ein Techi-Allrounder und kennt sich sowohl mit Frontend- wie auch Backend-Technologien bestens aus. Er ist mit User Experience, HTML, CSS, JavaScript sowie SQL und React gleichermassen vertraut und fähig, ein digitales Produkt von A bis Z zu entwickeln.

Für welche Mitarbeitenden ist die «Tamedia Code Academy» gedacht?
Das Programm steht generell für alle Stellenprofile offen. Primäre Zielgruppe sind Product Owner, Product Manager, Digital Project Manager und Typ-ähnliche Funktionen. Wichtig ist vor allem die persönliche Motivation sowie der unmittelbare Mehrwert, der für die entsprechende Abteilung aus der Weiterbildung entsteht.

«Tamedia Code Academy»
Die «Tamedia Code Academy» startet Mitte Mai und verschafft 25 ausgewählten Mitarbeitenden einen vertieften Einblick ins Full-Stack Development. Am Ende des sechsmonatigen Studiengangs, der mit der «Propulsion Academy», einem ETH-Spin-off, durchgeführt wird, sollen die Teilnehmenden fähig sein, eigene Produkt-Prototypen zu designen und entwickeln.

Autorin

Nadja Nägeli

Nadja Nägeli

Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation & Assistentin Unternehmensleitung