Tamedia-Abstimmungsumfrage: Nein-Trend bei der No-Billag-Initiative

Rund einen Monat vor dem Urnengang lehnen 61 Prozent der Stimmbürger die No-Billag-Initiative ab, wie die zweite Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage zeigt. Damit ist die Unterstützung seit der letzten Erhebung leicht gesunken. Einen Ja-Trend gibt es hingegen bei der neuen Finanzordnung.

Zürich, 7. Februar 2018 – Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die zweite titelübergreifende Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 4. März 2018 durchgeführt. 17’067 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 1. Februar online an der Befragung teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,1 Prozentpunkten.

 

Komfortabler Vorsprung für die Gegner

Den Befürwortern der No-Billag-Initiative ist es in den letzten Wochen nicht gelungen, Boden gut zu machen: Gemäss der Tamedia-Abstimmungsumfrage sagen momentan 61 Prozent Nein zur Abschaffung der Empfangsgebühren, nur 38 Prozent wollen ein Ja in die Urne legen. 1 Prozent hat keine Angaben zu den Stimmabsichten gemacht.

 

Im Vergleich zur letzten Erhebung vor gut zwei Wochen ist die Zustimmung leicht gesunken (-2 Prozentpunkte). Nach wie vor unterstützt eine Mehrheit der Wählerschaft der SVP die No-Billag-Initiative: 72 Prozent wollen ein Ja auf den Stimmzettel schreiben. Mit 84 Prozent Nein verwerfen die SP-Anhänger die Initiative am deutlichsten. Aber auch die Anhänger der übrigen grösseren Parteien lehnen die Vorlage mehrheitlich ab.

 

Männer haben mehr Sympathien für No Billag als Frauen

Weiter zeigt die Tamedia-Umfrage einen Graben zwischen den Geschlechtern: Während sich 41 Prozent der Männer für die Initiative aussprechen, sind es nur 34 Prozent der Frauen. Unterschiede gibt es auch zwischen den Sprachregionen: In der Deutschschweiz sagen 40 Prozent Ja, in der Romandie sind es nur 34 Prozent. 

Stimmbürger glauben nicht ans Lichterlöschen

In der im Abstimmungskampf kontrovers diskutierten Frage der Folgen der Initiative für die SRG sind die Fronten klar verteilt. Nur jeder dritte Stimmbürger glaubt gemäss der Umfrage, dass eine Annahme der Vorlage das Ende der SRG bedeuten würde. 41 Prozent sind der Meinung, dass die SRG weiter bestehen, aber ein gestrafftes Programm anbieten würde. Weitere 16 Prozent denken, dass das Parlament bei der Umsetzung des Begehrens eine kreative Lösung fände oder aber, dass die Kantone einspringen würden, um zumindest Teile der SRG zu retten.

 

Ja zur Finanzordnung zeichnet sich ab

Die neue Finanzordnung wird von einer deutlichen Mehrheit von 59 Prozent unterstützt. Damit legt das Lager der Befürworter gegenüber der ersten Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage um 5 Prozentpunkte zu. 20 Prozent lehnen die Behördenvorlage ab. Nach wie vor machen viele keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen

Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH der Politikwissen­schaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen und der Bericht zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.

 

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen

 

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche

 

Tessin: 20 minuti  

Kontakt

Christoph Zimmer, Leiter Unternehmenskommunikation Tamedia

+41 44 248 41 35, christoph.zimmer@tamedia.ch


Über Tamedia

Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.


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