«Packt an, Gesellen, lasst seynen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schamm, bis trieffend beide Ballen. Der durst’gen Seele gebt ein Sturzbach obendrauff, das ist dem Sohne Gutenbergs die allerbeste Tauf.»

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Fanfaren, Wasser und eine Feier

Mit viel Wasser und diesen Worten eröffnete Gautschmeister Piero Joerin, unterstützt durch seine kräftigen Helfer,  den Packern und dem Schwammhalter, am 13. Juli 2017 die diesjährige Gautschfeier von Tamedia - ein alter, ehrwürdiger Brauch.

Die lernenden Polygraphen Chantal Hintermann, Sandro Klausner und Vivien Speck, die sogenannte «Kornuten», wurden im Rahmen dieser traditionellen Feier von ihrem Lehrverhältnis entbunden und in den Kreis der Jünger Gutenbergs aufgenommen. Als Bestätigung, dass sie die «Wassertauf ad posterorum et podexiorum» erhielten, konnten sich die Getauften ihren «Gautschbrief» - eine Art Zunftzeugnis -  beim anschliessenden Apéro feierlich abholen.

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Gautschen: Eintauchen in die Geschichte

Der Brauch des Gautschens lässt sich weit zurück bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen: Ein Lernender wird in ein Fass, einem Brunnen oder ein Wasserbecken getaucht oder auf einen nassen Schamm gesetzt - oder gar beides. Das Gautschen wird oft auch als symbolische Massnahme betrachtet, um die schlechten Gewohnheiten aus der Lehrzeit abzuwaschen.


In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der Begriff Gautschen den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers, das Ablegen des frisch geschöpften Papierbogens vom Sieb auf eine Filzunterlage.

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Tamedia gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen

Tamedia wünscht ihren Jüngern Gutenbergs Chantal Hintermann, Sandro Klausner und Vivien Speck allzeit gutes Gelingen. Ebenfalls gratuliert Tamedia herzlich ihren KV-Lernenden Lucia Grassi, Melanie Kälin, Lea Kindlimann, Fabienne Rufener und Jasmine Wasmer, die ebenfalls ihr Qualifikationsverfahren erfolgreich bestanden haben.

Autor

Boris Rauscher

Boris Rauscher

Unternehmenskommunikation