Homegate, Tutti, Ricardo und andere Einheiten von Tamedia haben im Mai damit begonnen, ihre Teams im neuen Engineering Center in Belgrad aufzubauen. So werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, um die Entwicklung von neuen Produkten und Plattformen zu beschleunigen.

Momentan arbeiten sechs Mitarbeiter im Science and Technology Park in Belgrad, das Engineering Center wird aber in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden, so dass Ende 2017 rund 20 Kolleginnen und Kollegen für Tamedia tätig sein sollen.

Et et

5 Fragen an Thomas Gresch, CTO Digital Tamedia

Tamedia hat heute schon Entwicklungszentren im Ausland, etwa in Valbonne und Berlin. Warum jetzt dieses Zentrum in Belgrad?
Thomas Gresch: Mit Belgrad haben wir den idealen Standort gefunden, um unsere Engineering-Kulturen weiter zu stärken. Der Arbeitsmarkt eignet sich dank den guten Universitäten und dem Vorhandensein von vielen Entwicklungsfirmen in Belgrad hervorragend für Tamedia. Unser Haupttreiber für den Aufbau in Belgrad ist deshalb, dass wir schnell wachsen können, ohne die Substanz der Schweizer Teams zu gefährden.

Was sind die Vorteile in Serbien?
Thomas Gresch: Serbien hat einen ähnlich liberalen Arbeitsmarkt wie die Schweiz. Der Anstellungsprozess ist in der Regel aber kürzer, zudem ist der Arbeitsmarkt nicht so gesättigt wie in der Schweiz. Diese Faktoren ermöglichen es schnell wachsenden Unternehmen, zeitgerecht die benötigten Fachkräfte zu rekrutieren.

Wie sehen die Anstellungsbedingungen aus?
Thomas Gresch: Die Anstellung erfolgt über einen Partner vor Ort. Tamedia zahlt dabei marktgerechte Löhne und legt grossen Wert darauf, dass die Mitarbeitenden in Belgrad Teil des Unternehmens sind. Es handelt sich um Festanstellungen mit vergleichbaren Arbeitgeberleistungen wie in der Schweiz.

An welchen Projekten arbeiten die Mitarbeitenden in Belgrad konkret?
Thomas Gresch: Jedes Unternehmen und jedes interne Team treibt im Rahmen seiner eigenen Prioritäten die Projekte vorwärts. Bei Homegate war das der Relaunch von alle-immobilien.ch und bei meinem Data Analytics Team der Bau des neuen Recommenders für die Newsnet-Apps.

Wie soll die Zusammenarbeit über diese grosse Distanz in Zukunft funktionieren?
Thomas Gresch: Wir haben viel in die Zusammenarbeit investiert. Sowohl in Zürich wie in Belgrad haben wir erste Portal-Räume geschaffen, wo jederzeit eine qualitativ hochwertige Videoverbindung aufgebaut werden kann. Zudem verwenden wir dasselbe Chat-Tool und natürlich ist der regelmässige physische Besuch ausserordentlich wichtig: Ein gemeinsames Nachtessen mit einem kühlen Bier schafft viel mehr Vertrauen als seitenlange Prozessbeschriebe. Unsere Teams fühlen sich über die Grenzen verbunden, werden dadurch international und lernen viel dazu.

Autorin

Nadja Nägeli

Nadja Nägeli

Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation & Assistentin Unternehmensleitung