Am 5. Dezember 2017 lud das Tamedia Women's Network zu einem Referat der renommierten Verhaltensökonomin und Harvard-Professorin Iris Bohnet. Vor rund 100 Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen von Tamedia sprach die gebürtige Luzernerin über Gleichberechtigung und Diversität und darüber, wie Vorurteile unsere Entscheidungen beeinflussen. Nachfolgend das Referat in voller Länge.

Über Iris Bohnet
Iris Bohnet ist Verhaltensökonomin und die erste Schweizerin, die als ordentliche Professorin an die Harvard-Universität berufen wurde. Seit 2008 ist die 51-jährige Luzernerin ausserdem Direktorin des Women and Public Policy Program an der Harvard Kennedy School of Government. Ferner ist sie Mitglied des Verwaltungsrats der Credit Suisse. Ende August ist ihr preisgekröntes Buch «What Works. Gender Equality By Design» auf Deutsch erschienen («What works – Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann»). Darin zeigt Iris Bohnet, dass die Ursache für die Benachteiligung von Frauen - sei es bei der Einstellung, bei der Beförderung, beim Gehalt – oft verzerrte Wahrnehmungen sind, die unsere Entscheidungen auch dann beeinflussen, wenn wir glauben, dass wir objektiv sind. Die Antwort auf dieses Dilemma liegt nicht in der Anpassung der Frauen an männliche Verhaltensmuster oder im Appell an unsere Objektivität. Wir können unsere Wahrnehmung nicht überlisten. Aber wir können die Spielregeln ändern.

Autorin

Nicole Bänninger

Nicole Bänninger

Unternehmenskommunikation