Tamedia-Wahlumfrage: Grüne knacken 10-Prozent-Marke

Einen Monat vor den Nationalratswahlen sind Grüne und GLP weiterhin auf der Siegerstrasse: Beide erzielen laut der jüngsten Tamedia-Wahlumfrage ein signifikant besseres Ergebnis als vor vier Jahren. Am stärksten verliert die SVP, die auf 27,9 Prozent kommt, 1,5 Prozentpunkte weniger als bei den Wahlen 2015.

Zürich, 29. September 2019 – Die Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die sechste Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 durchgeführt. 20’515 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 23. und 24. September online an der Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,3 Prozentpunkten.

Höhenflug der Grünen hält an

Wären an diesem Wochenende Wahlen, stünden die Klima-Parteien als klare Gewinner da: Die Grünen überspringen in der Umfrage sogar die 10-Prozent-Marke und kommen auf einen Wähleranteil von 10,2 Prozent, 3,1 Prozentpunkte mehr als bei den Wahlen 2015. Auch die GLP könnte kräftig zulegen und käme neu auf 7,2 Prozent (+2,6). Die Werte beider Parteien liegen noch einmal leicht höher als in der letzten Umfragewelle im Mai.

Die grüne Welle setzt allen Bundesratsparteien zu – am stärksten verliert die SVP. Sie erreicht in der Umfrage eine Wählerstärke von 27,9 Prozent, 1,5 Prozentpunkte weniger als 2015. Bei den übrigen grösseren Parteien liegen die Verluste im statistischen Unschärfebereich. Die FDP erreicht laut Umfrage 15,6 Prozent (-0,8). Noch knapp vor den Grünen positioniert sich die CVP mit 10,4 Prozent (-1,2). Die SP bleibt mit 18 Prozent (-0,8) klar die zweitstärkste Kraft im Lande.

 

SP und Grüne punkten bei Frauen, FDP bei Männern

Wie die Umfrage weiter zeigt, schneiden die Grünen und Grünliberalen gerade bei jüngeren Wählerinnen und Wählern gut ab. 22 Prozent der 18- bis 34-Jährigen wollen eine der beiden Listen einwerfen. SP und Grüne werden deutlich stärker von Frauen unterstützt als von Männern. Die FDP hingegen punktet bei den Männern stärker als bei den Frauen. Bei der SVP-Wählerschaft ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen.

 

Wie in früheren Befragungen bleiben die Gesundheitskosten im Sorgen-Ranking an der Spitze: 70 Prozent der Wahlberechtigten sehen darin ein drängendes politisches Problem. Auf dem zweiten Platz folgt die Sorge um die Altersrenten (62%). Zu den drei drängendsten Problemen zählt neu auch der Klimawandel beziehungsweise die Umweltzerstörung (52%). Das Verhältnis Schweiz-EU ist derweil auf den vierten Platz abgerutscht (46%).

 

Beste Noten für die FDP-Präsidentin

Die Wahlberechtigten wurden auch dazu eingeladen, die Arbeit der Parteipräsidenten und -präsidentinnen mit Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten. Das beste Zeugnis stellen die Befragten Petra Gössi (FDP) aus. Gerhard Pfister (CVP) und Regula Rytz (Grüne) schaffen es ebenfalls aufs Podest, Christian Levrat (SP) liegt nur ganz knapp dahinter. Als Vertreter einer Polpartei wird die Arbeit von Albert Rösti (SVP) am schlechtesten bewertet.

 

Im Abstimmungskampf gab ferner die Kampagne der SVP zu reden. Ein Plakat zeigt einen Apfel, der von einem Wurm zerfressen wird. Daneben steht die Frage: «Sollen Linke und Nette die Schweiz zerstören?» Wie die Umfrage zeigt, kommt das «Wurmplakat» bei einer Mehrheit der SVP-Wähler gut an. Eine Mehrheit der Wähler der übrigen grösseren Parteien findet es hingegen diffamierend oder zumindest grenzwertig.

 

Gewichtete Online-Umfrage

Die Tamedia-Wahlumfrage wird in Zusammenarbeit mit LeeWas GmbH durchgeführt. Sie gewichtet die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen. Bis zu den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober 2019 sind insgesamt sechs Erhebungen geplant. Weitere Informationen und sämtliche Berichte der Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.

 

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, Basler Zeitung, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen;

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche;

Tessin: 20 minuti

Kontakt 

Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia

+41 44 248 42 45, roman.hess@tamedia.ch

Über Tamedia

Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.

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