Tamedia-Abstimmungsumfrage: Mehrheit gegen das Geldspielgesetz

Beim neuen Geldspielgesetz zeichnet sich gemäss der Tamedia- Abstimmungsumfrage momentan ein knappes Rennen ab: Rund sechs Wochen  vor dem Urnengang sagen 53 Prozent der Stimmberechtigten Nein zur Vorlage, 42 Prozent Ja. Einen schweren Stand hat die Vollgeld-Initiative, die eine relative Mehrheit ablehnt. 

Zürich, 27. April 2018 – Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die erste titelübergreifende Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 10. Juni 2018 durchgeführt. 7’255 Personen aus der ganzen Schweiz haben zwischen dem 23. und 25. April online an der Befragung teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,8 Prozentpunkten.  

 

53 Prozent lehnen das Geldspielgesetz ab 

In der Diskussion um Internet-Geldspiele und Netzsperren haben die Gegner die Nase derzeit vorne: 53 Prozent wollen heute das neue Geldspielgesetz sicher oder eher ablehnen. 42 Prozent der Stimmberechtigten wollen klar oder eher Ja stimmen. Keine Angaben zu den Stimmabsichten machten 5 Prozent. 

Mehrheitlich für das Gesetz sind die Wähler der CVP: 55 Prozent wollen ein Ja auf den Stimmzettel schreiben, 41 Prozent ein Nein. Die Vorlage stösst aber rechts und links der Mitte auf Skepsis: Die Anhänger von SVP und FDP sind mehrheitlich gegen das neue Gesetz, ebenso wie die Wähler der Grünen. 

Jüngere sagen eher Nein 

Am meisten Sympathien geniesst das Geldspielgesetz bei den Senioren: 56 Prozent der über 65-Jährigen befürworten dieses, während sich bei den 18- bis 49-Jährigen nur gut jeder Dritte für das Gesetz ausspricht.
Gegen die Vorlage spricht aus Sicht der Nein-Stimmenden vor allem die geplante Sperrung von Geldspielen ausländischer Anbieter.  
So hat das Argument, Internetsperren seien ein schwerer Eingriff in die Wirtschafts- und Informationsfreiheit, im Lager der Gegner am meisten Gewicht. Dagegen ist das Hauptargument aus Sicht der Befürworter, dass dank dem Gesetz alle Anbieter von Geldspielen Abgaben für gemeinnützige Zwecke bezahlen werden. 

Relative Mehrheit gegen die Vollgeld-Initiative  

Bei der Vollgeld-Initiative liegen die Gegner bereits in Front: 45 Prozent lehnen das Volksbegehren klar oder eher ab, während 42 Prozent klar oder eher dafür sind. 13 Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. Der hohe Anteil legt nahe, dass die Meinungen in dieser Frage noch wenig gefestigt sind. 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen

Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH der Politikwissen­schaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen und der Bericht zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen; 

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche;

Tessin: 20 minuti  

Kontakt

Christoph Zimmer, Leiter Kommunikation & Public Affairs Tamedia

+41 44 248 41 35, christoph.zimmer@tamedia.ch

Über Tamedia

Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.

Weitere Informationen zu Tamedia für Medienschaffende:

www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom Im Newsroom unter Bilddatenbank stehen frei verfügbare aktuelle Bilder rund um Tamedia zum Herunterladen zur Verfügung, unter anderem Aufnahmen der Gebäude mit dem seit Januar 2017 eingesetzten Logo.

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