Tamedia-Abstimmungsumfrage: Ja-Trend beim revidierten Waffenrecht

Zwei Wochen vor der Abstimmung wollen 57 Prozent der Stimmberechtigten das revidierte Waffenrecht annehmen. Auch bei der Steuerreform zeichnet sich weiterhin ein Ja ab: Zwar konnte das Nein-Lager leicht zulegen, doch noch immer sagen 61 Prozent Ja zur Vorlage. 

Zürich, 8. Mai 2019 – Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die dritte Welle der titelübergreifenden Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 19. Mai 2019 durchgeführt. 13’150 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 2. und 3. Mai 2019 online an der Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,4 Prozentpunkten.  

 

Waffenrecht: Befürworter setzen sich ab

Der Ja-Trend bei der Waffen-Vorlage setzt sich fort: 57 Prozent der Stimmberechtigten wollen inzwischen ein Ja auf den Stimmzettel schreiben. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung Mitte April. Dagegen hat das Nein-Lager 2 Prozentpunkte eingebüsst. Noch 42 Prozent lehnen die Umsetzung der verschärften EU-Waffenrichtlinie im Schweizer Recht ab. 1 Prozent machte keine Angaben zu seinen Stimmabsichten. 

Laut der Umfrage stimmen die Wähler sämtlicher grösserer Parteien mit Ausnahme der SVP der Vorlage deutlich zu. Mit über 85 Prozent Ja ist die Zustimmung bei den Anhängern von Grünen, SP und GLP am grössten. Dagegen wollen 84 Prozent der SVP-Wähler ein Nein in die Urne legen. Weiterhin wird die Vorlage von Frauen etwas stärker unterstützt als von Männern. 

Umstritten nur auf dem Land

Deutlich zeigt sich ein Stadt-Land-Graben: Während in der Stadt 66 Prozent und in der Agglomeration 58 Prozent der Stimmberechtigten die Revision des Waffenrechts annehmen wollen, sind es auf dem Land nur 51 Prozent.

Wichtigstes Argument für ein Ja bleibt, dass die Schweiz bei einem Ja garantiert Mitglied von Schengen/Dublin bleibe. Das stärkste Argument aus Sicht der Gegner ist hingegen die prinzipielle Ablehnung einer automatischen Übernahme von EU-Recht. 

AHV-Steuer-Vorlage auf Kurs

Wie bei der Revision des Waffenrechts zeichnet sich bei der AHV-Steuerreform (STAF) eine Annahme ab. Die Zustimmung ist konstant: 61 Prozent sprechen sich laut der Umfrage für die Vorlage aus, mit der die Steuerprivilegien für Statusgesellschaften abgeschafft werden sollen.

36 Prozent lehnen die Vorlage ab. Der Nein-Anteil liegt damit vier Prozentpunkte höher als Mitte April. Das deutet darauf hin, dass zuvor Unentschlossene nun zu einem Nein tendieren. Noch drei Prozent machten keine Angaben zu ihren Stimmabsichten. 

Die Zustimmung zur STAF-Vorlage ist insbesondere bei der Wählerschaft von FDP (77 Prozent Ja) und CVP (75 Prozent Ja) hoch. Kritisch steht die Basis von Grünen (49 Prozent Ja) und SVP (45 Prozent Ja) der Vorlage gegenüber. Weiterhin kommt die grösste Zustimmung von den Senioren: 70 Prozent der über 65-Jährigen wollen ein Ja auf den Stimmzettel schreiben. 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen

Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit der LeeWas GmbH der Politikwissen­schaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen und der detaillierte Bericht zur Umfrage sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.

Beteiligte Tamedia-Medien

Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen; 

Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche;

Tessin: 20 minuti  

Kontakt

Roman Hess, Medienverantwortlicher Tamedia

+41 44 248 42 45, roman.hess@tamedia.ch

Über Tamedia

Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘700 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich und Serbien und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.

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