Tamedia-Abstimmungsumfrage: Gegner der Energie-Vorlage holen leicht auf

In gut zehn Tagen entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Revision des  Energiegesetzes. Gemäss der dritten Welle der Tamedia-Abstimmungsumfrage mit 11’490 Teilnehmern zeichnet sich weiterhin ein Ja ab.

Zürich, 10. Mai 2017 –  Die Schweizer Mediengruppe Tamedia hat auf ihren Newsportalen die letzte titelübergreifende Umfrage vor der eidgenössischen Abstimmung vom 21. Mai durchgeführt. 11’490 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 4. und 5. Mai online an der dritten Befragungswelle der Abstimmungsumfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,3 Prozentpunkten.  

Steigende Skepsis bei Mitte-Wählern
Einiges deutet auf einen Start-Ziel-Sieg der Befürworter hin: Noch immer will eine Mehrheit von 53 Prozent die Vorlage sicher oder eher annehmen. Die Unterstützung hat damit im Vergleich zur letzten Befragung von Ende April nur leicht um 2 Prozentpunkte abgenommen. 45 Prozent der Stimmbürger würden derzeit Nein stimmen, 2 Prozent haben sich noch nicht entschieden. 

Etwas an Rückhalt scheint die Vorlage bei den Mitte-Wählern zu verlieren: Bei den CVP-Anhängern wollen noch 65 Prozent Ja und 32 Prozent Nein stimmen (2. Welle: 72% Ja und 24% Nein). Eine ähnliche Tendenz ist bei den BDP-Wählern zu beobachten. Am grössten ist die Ablehnung mit 82 Prozent noch immer bei den SVP-Wählern. Auch eine Mehrheit der FDP-Wählerschaft lehnt das Gesetz ab. Dagegen befürworten die Anhänger von SP, Grünen und GLP die Vorlage klar. 

Enges Rennen in der Deutschschweiz
Das stärkste Argument für die Revision des Energiegesetzes bleibt der Klimaschutz: Dieser ist für zwei Drittel der Befürworter das wichtigste Argument. Das stärkste Argument gegen die Vorlage ist aus Sicht der Gegner die Sorge, dass mit dem Gesetz die bewährte und sichere Energieversorgung der Schweiz zerstört werde.

Bestand haben die sprachregionalen Unterschiede: In der lateinischen Schweiz ist die Unterstützung deutlich grösser als in der Deutschschweiz, wo die beiden Lager nur durch zwei Prozentpunkte getrennt sind: 50 Prozent wollen Ja stimmen, 48 Prozent Nein. 

Umfassende Tamedia-Abstimmungsumfragen
Die Tamedia-Abstimmungsumfragen werden in Zusammenarbeit mit den Politikwissen­schaftlern Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen durchgeführt. Sie gewichten die Umfragedaten nach demografischen, geografischen und politischen Variablen, sodass die Stichprobe der Struktur der Stimmbevölkerung entspricht. Die Resultate werden jeweils umgehend ausgewertet, damit die Tageszeitungen und Newsplattformen von Tamedia schweizweit rasch und fundiert darüber berichten können. Weitere Informationen sind unter tamedia.ch/umfragen abrufbar.

Die Nachabstimmungsumfrage findet am 19. Mai 2017 statt.

Beteiligte Tamedia
Medien Deutschschweiz: 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und ZRZ Zürcher Regionalzeitungen
Romandie: 20 minutes, 24 heures, Tribune de Genève und Le Matin/Le Matin Dimanche
Tessin: 20 minuti

 

Kontakt
Christoph Zimmer, Leiter Unternehmenskommunikation Tamedia
+41 44 248 41 35, christoph.zimmer@tamedia.ch 

Über Tamedia
Tamedia ist die führende private Schweizer Mediengruppe. Die Digitalplattformen, Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften von Tamedia bieten Überblick, Einordnung und Selektion. Das 1893 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 3‘400 Mitarbeitende in der Schweiz, Dänemark, Luxemburg, Deutschland und Österreich und ist seit 2000 an der Schweizer Börse kotiert.
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