Medienproduktion oder Mediengestaltung
Als Grundlage der Ausbildung dient der Modell-Lehrgang der Fachrichtungen Medienproduktion oder -gestaltung (Bildungsverordnung 2007)
Berufsbild
Polygrafinnen und Polygrafen bearbeiten und gestalten am Computer Texte und Bilder für Bücher, Zeitschriften, Prospekte und andere Drucksachen sowie für elektronische Medien. Mit Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen erstellen sie Vorlagen, die später an die Druckerei zur Vervielfältigung gelangen.
Ob Geschäftsbericht oder Modekatalog, Lehrmittel oder Tageszeitung, Internetseite oder CD-ROM: Jedes Print- oder elektronische Medium muss mit einem ansprechenden und zweckmässigen Layout versehen werden. Dies ist Aufgabe der Polygrafen, die innerhalb der grafischen Industrie im Bereich der Druckvorstufe tätig sind.
Die Arbeit der Polygrafen findet ausschliesslich am Computer statt. Vom Auftraggeber erhalten sie das Text- und Bildmaterial (in der Regel in digitaler Form, hin und wieder aber auch als Druckversion), die sie zuerst mit dem Scanner elektronisch erfassen müssen. Mit dem Layoutprogramm nehmen sie danach die Gestaltung des Textes vor, platzieren die einzelnen Textelemente und wählen Schriftarten und -grössen, Zeilenbreiten und -abstände aus. Ebenso bearbeiten sie die Bilder, indem sie deren Qualität verbessern, Farben korrigieren, Unschönheiten beheben oder auch Bildkombinationen und Bildmontagen erstellen.
Nach der Aufbereitung und Bearbeitung der Texte und Bilder fügen die Polygrafen alle Elemente zu einem Ganzen zusammen. Sie stimmen Textfluss und Bildgrösse aufeinander ab, legen die Seitenumbrüche fest, setzen Seitenzahlen, Überschriften und Bildlegenden. Je nachdem werden auch noch grafische Elemente eingebaut.
Die fertige Arbeit der Polygrafen dient schliesslich als Vorlage für die Druckerei. Mit den Daten aus dem Computer werden Filme belichtet und diese an die Druckerei weitergegeben, die daraus Druckplatten herstellt. In jüngster Zeit ist es aber auch möglich, die Druckplatten direkt ab Computer zu erstellen, ohne den Zwischenschritt der Filmbelichtung.
Polygrafen arbeiten meist nach Vorgabe von Grafikern oder der Kundschaft; vereinzelt können sie jedoch auch selber Gestaltungsvorschläge einbringen, Bildmaterial auswählen oder Grafiken kreieren. Ihre Stärke liegt in der Beherrschung der komplexen Spezialsoftware sowie in ihren grundlegenden Kenntnissen der Typografie und der Bildbearbeitung.
Quelle: Biz-Berufsinfo
Dauer
4 Jahre
Praktische Ausbildung
In einem grafischen Unternehmen (Druckerei, Satz-/Bildherstellungsbetrieb, Werbeagentur).
Theoretische Ausbildung
1. Lehrjahr: Vollzeitunterricht in Form der «Grundausbildung für die Berufe der visuellen Kommunikation GVK» (ca. 35 Wochen an der Berufsschule, ergänzt durch Einführungskurse sowie Praktika im Lehrbetrieb).
2.- 4. Lehrjahr: regulärer Lehrverlauf mit 1 Tag pro Woche Unterricht an der Berufsschule (restliche Tage praktische Ausbildung im Lehrbetrieb).
Berufsbezogene Fächer
Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch), Grundlagenkenntnisse (Gestaltungs- u. typografische Grundlagen u.a.), Informatik/Technik, Projekte, Berufskunde (Datenaustausch, Farbbildbearbeitung, Satzherstellung u.a.).
Berufsmatura
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Lehre zusätzlich die Berufsmittelschule besucht werden.
Anforderungen
Abgeschlossene Volksschule, in der Regel oberste Schulstufe
Eignungstest Viscom
Sinn für Ästhetik und Gestaltung
Gutes Vorstellungsvermögen
Gutes Farbunterscheidungsvermögen
Technisches Verständnis und Freude an Computerarbeit
Flair für Sprache
Geduld und Ausdauer
Verantwortlicher Berufsbildner
Piero Joerin, piero.joerin@tamedia.ch
Lernende
1. Lehrjahr
Sam Sharifabadi
2. Lehrjahr
Nadine Markwalder
Marvin Schmid
3. Lehrjahr
Sabrina Gubler
Nico Yang
4. Lehrjahr
Simon Hoffmann
Micha Rückstein
Tätigkeitsbereiche
Druckvorstufe
Redaktionen Annabelle, Schweizer Familie
Gestaltung der Mitarbeitendenzeitschrift Doppelpunkt
Fremdaufträge
Schnupperlehre
Fünf Arbeitstage nach vorheriger Anmeldung bei Piero Joerin.
Alle Termine bis Ende Februar 2011 sind vergeben.
Lehrstellenbewerbung
Alle Lehrstellen mit Beginn im Sommer 2010 sind vergeben. Wir erwarten schriftliche Bewerbungsunterlagen per Post. Neben einem persönlichen Bewerbungsschreiben senden Sie uns bitte Ihren Lebenslauf, ein Foto, sämtliche Zeugnisse der Oberstufe und den Eignungstest von Viscom zu. Die Bewerbung kann von Hand oder mit dem PC geschrieben werden. Bewerbungen für Lehrstellen ab Sommer 2011 nehmen wir ab 1. September 2010 entgegen. Wir halten uns an das Fairplay-Abkommen und führen die ersten Bewerbungsgespräche nach dem 1. Dezember 2011 durch.
Kontakt
Tamedia AG
Piero Joerin
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 44 248 62 58
piero.joerin@tamedia.ch