Chronik 1981-1990 
1981

Das Verlagsprogramm erfährt mit der monatlichen Herausgabe von Spick, dem «schlauen Schülermagazin zum Sammeln» eine Erweiterung. Bemerkenswert ist, dass Spick ohne Inserate erscheint.



1982

Nachdem bereits Ende 1981 die Verlagsrechte der Frauenzeitschrift Annabelle von der Jean-Frey-Gruppe übernommen wurden, erwirbt die Tages-Anzeiger AG nun auch 70% des Tagblatts des Stadt Zürich sowie die Titelrechte des Gratisanzeigers Züri Leu, dessen Erscheinen eingestellt wird.
Vom Verlag Conzett + Huber werden die Verlagsrechte der Frauenzeitschrift Femina übernommen, deren deutschsprachige Ausgabe mit der Annabelle fusioniert wird und neu als Annabelle-Femina erscheint.



1983

Das Wochenprogramm wird vom ZüriTip im Magazinformat abgelöst. Edition C, der neugebildete Buchverlag der Tages-Anzeiger-Gruppe, gibt die ersten Bücher heraus.
Hans Heinrich Coninx wird Vorsitzender der fünfköpfigen Geschäftsleitung.
Der Bau der neuen Zeitungsdruckerei an der Bubenbergstrasse, mit deren Planung 1978 begonnen wurde, wird fertiggestellt. Sie gilt zurzeit als die modernste Europas.





1984

Durch die Übernahme der Zeitungsproduktion auf das Offsetverfahren geht auch das Zeitalter des Buchdrucks zu Ende. Alle Druckaktivitäten finden nun an der Üetlibergstrasse und dem Bubenberg statt. Nach 90 Jahren drehen sich im Stammhaus an der Werdstrasse keine Druckzylinder mehr.
Mit einer Beglaubigten Auflage von 303'058 Exemplaren ist die Schweizer Familie mit Abstand die grösste wöchentlich erscheinende Zeitschrift der deutschen Schweiz. Spick hat bereits 45'000 begeisterte Abonnenten. Die Annabelle-Femina erreicht eine Auflage von 114'246 Exemplaren.



1985

Nachdem bereits im Vorjahr neue Redaktionsstrukturen eingeführt wurden, erscheint der Tages-Anzeiger im Januar als Ergebnis einer «sanften Renovation» neu strukturiert und in neuer Aufmachung. Die neugestaltete Zeitung wird optisch durch klare Seitengestaltung (Blockumbruch), etwas grösseren Titeln, mehr Karten und Grafiken, sowie einem luftigeren Schriftbild geprägt.



1986

Bedingt durch die starke Zunahme der Stelleninserate wird der dritte Stellen-Anzeiger, der jeweils am Samstag erscheint eingeführt.



1987

Am 11. Januar erscheint die erste Nummer der SonntagsZeitung. In vier Bünden ist sie eine Mischung aus aktueller Tageszeitung und Wochenzeitung mit Hintergrund. Wie der Tages-Anzeiger wird auch die SonntagsZeitung am frühen morgen ins Haus zugestellt.
An der neu gegründeten Verlags AG SonntagsZeitung ist die Tages-Anzeiger AG mit 85%, die Berner Zeitung AG mit 15% beteiligt.
Nach 45 jähriger Tätigkeit tritt Otto Coninx als Präsident des Verwaltungsrates zurück. Er wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zum neuen VR-Präsidenten wird Hans Heinrich Coninx gewählt.
Mit dem Erwerb der Druckereigruppe Conzett & Huber AG, kommt die Tages-Anzeiger AG auch in den Besitz der Kulturzeitschrift Du.
Es arbeiten nun gut 2'100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie über 1'700 Verträgerinnen und Verträger in der Unternehmensgruppe.



1988

Die Waser Druck AG, die auf die Herstellung qualitativ hochstehender Produkte spezialisiert ist, wird erworben.
Das Tages-Anzeiger Magazin wird in Das Magazin umbenannt und von der Tages-Anzeiger-Redaktion gelöst. Neu wird Das Magazin auch der Berner Zeitung beigelegt und erreicht damit eine Auflagensteigerung auf 381'400 Exemplare.
Im Herbst präsentiert der neu gegründete Werd Verlag sein erstes attraktives Sachbuchprogramm.



1990

Bereits im Vorjahr wurde der Schweizer Familie ein separates TV-Programm beigelegt. Am 10. Januar 1990 erscheint nun zum ersten Mal das TVplus mit 32 Seiten Umfang als Beilage in der Schweizer Familie, dem Tages-Anzeiger und der Berner Zeitung. Im Laufe des Jahres übernehmen 12 weitere Zeitungen die Beilage, womit TVplus mit einer kumulierten Nutzauflage von über 800'000 Exemplaren zur auflagenstärksten TV Programmzeitschrift avanciert.
Der Inseratepool Swiss Combi wird durch den Tages-Anzeiger, die Berner Zeitung und die Luzerner Neuste Nachrichten gegründet. Später kommt La Suisse als neuer Partner dazu.
Die Tages-Anzeiger AG übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung des Bremgartner Bezirks-Anzeigers. Mit der Gründung des Bezirks-Anzeigers Dietikon verstärkt man das Engagement im Regionalzeitungsbereich.
Die Tages-Anzeiger Gruppe engagiert sich im Bereich der audiovisuellen Medien. Sie erwirbt Minderheitsbeteiligungen an der Metex AG und deren Tochtergesellschaft Schlosser Film AG sowie an der Condor Production AG.
Der Audiovisionsbereich findet seine Abrundung durch die Mehrheitsbeteiligung an der Radiotele AG, die Werbung für Radio und Fernsehen akquiriert.


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