Auszeichnungen 2002 

Swiss Press Photo 02
An der diesjährigen Ausmarchung der besten Pressebilder durch die Espace Media Groupe, wurden am 21. November in Bern vier Reportagen prämiert, die im Auftrag von «Facts» entstanden sind. Neben Martin Rütschi, der den Hauptpreis in der Kategorie «Alltag und Umwelt» für seine Arbeit zum Thema Jugendlichkeitswahn und Älterwerden gewann («Schön alt werden», Facts Nr. 10, 3.7.2002), gingen sämtliche Podestplätze in der Kategorie «Ausland» an «Facts»-Fotografen.
Den ersten und den dritten Rang belegt Didier Ruef mit zwei diametral entgegengesetzten Reportagen: Zum einen über Hunde, die in Korea als Delikatesse gelten («Zum Fressen gern», Facts Nr. 22, 30.5.2002), zum anderen über die Hungersnot in Angola («Ausgehungert», Facts Nr. 33, 15.8.2002). Silvia Voser schaffte es auf den zweiten Platz mit Bildern von russisch-orthodoxen Geistlichen, Putins heiligen Helfern («Heilige Helfer», Facts Nr. 3, 17.1.2002).

Populäre Wissenschaft
Fritz P. Schaller, Redaktor bei der «Schweizer Familie» (SF) hat für eine Reportage vom Bernischen Hochschulverein einen Preis für Forschungsreportagen gewonnen. In «Kosmische Killer» (SF vom 7. Februar 2002) geht es um die Bedrohung der Erde und deren Klima durch Asteroiden- und Kometen-Einschläge. Der Bernische Hochschulverein zeichnet alljährlich Arbeiten aus, die ein wissenschaftliches Thema, das an der Universität Bern erforscht wurde, in allgemeinverständlicher Form veröffentlichen. Die Preisverleihung fand am Montag, 18. November, im Kuppelsaal des Hauptgebäudes der Universität Bern statt.

Auszeichnung für Business TV
Condor ist am internationalen Wettbewerb «Corporate Media 2002», der dieses Jahr zum 14. Mal ausgeschrieben wurde, mit dem «Award of Master» ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt Condor für eine innovative Business TV Sendung im Auftrag von Swiss Re. Das Live-Programm, eine Art globale Quizshow, bildete den Abschluss einer dreitägigen Top-Management-Konferenz, die Anfang Juni 2002 in Interlaken unter dem Motto «Building the Global Firm» stattgefunden hatte. Die Sendung wurde von Condor als Generalunternehmerin konzipiert und produziert und konnte weltweit von fast allen Swiss Re Mitarbeitenden live verfolgt werden. Die Preisverleihung hat am 15. November 2002 in festlichem Rahmen an der IHK Akademie in München stattgefunden.

«Edi» für «Flying Fish»
Zur Jurierung für den «Edi.02», den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis unter dem Patronat des Eidgenössischen Departementes des Inneren (EDI) wurden dieses Jahr über 140 Filme eingereicht, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zwei Jurys in den Kategorien Auftragsfilm und Werbespot haben insgesamt 31 Produktionen für die Shortlist ausgewählt. Am 7. November wurden die acht Gewinner eines «Edi.02» ausgezeichnet. Darunter auch der TV-Spot «Flying Fish», den Condor zusammen mit Wirz Werbung für die Allianz Suisse realisierte.

Swiss Travel Writer Award an Max Küng
Der von Swiss International Air Lines verliehene Swiss Travel Writer Award wurde am 30. Juli an Max Küng übergeben. Geehrt wurde der Basler Journalist für seinen in der Frauenzeitschrift «annabelle» erschienenen Text, der dem Leser die belgische Stadt Antwerpen in ungewöhnlich dichter Art nahe bringt und die Sinne auf Dinge richtet, die von vielen selbst vor Ort kaum wahrgenommen würden. In den Genuss seiner Erlebnis- und Reiseberichte abseits von allen Klischees kommen regelmässig auch die Leser des «Magazins», der Samstagsbeilage des «Tages-Anzeigers». Max Küng betätigt sich zwischendurch als DJ und komponiert Soundtracks für Theaterstücke, unter anderem fürs Theater Basel.

Pharmacia-Journalistenpreis und Buchprojekt
Ende August wurde Thomas Häusler, Ressortleiter Wissen des Nachrichtenmagazins «Facts», mit dem Pharmacia-Journalistenpreis 2002 ausgezeichnet. Prämiert wurde sein Artikel über die Forschungsarbeit georgischer Mikrobiologen («Stalins Geschenk», «Facts» Nr. 46, 16.11.2000). Wegen der grosszügigen Verschreibung von Antibiotika sind mittlerweile viele Bakterienstämme resistent geworden. Auf der Suche nach Auswegen aus der Antibiotika-Krise blicken viele Infektiologen nach Tiflis, dem Zentrum der Bakteriophagen-Medizin. Bakteriophagen sind eine besondere Mischung von Viren, die statt den Menschen Bakterien befallen und diese vernichten.

22. Zürcher Journalistenpreis: Drei Podestplätze für Tamedia
Unter den Preisträgern des 22. Zürcher Journalistenpreises, der am 13. Juni 2002 verliehen wurde, befanden sich gleich drei Journalisten von Tamedia: Peter Ackermann (annabelle), Arthur Rutishauser (SonntagsZeitung) und Jürg Rohrer (Tages-Anzeiger).
Der Preis in der neu geschaffenen Kategorie für Alltagsjournalismus ging an den Lokalredaktor Jürg Rohrer für seinen Artikel «Aufpassen beim Einsteigen», einer witzig-informativen Typologie der Zürcher Tramlinien samt darin verwobener Stadt- und Quartiergeschichte (TA vom 28.12.2001). Arthur Rustishauser erhielt eine Auszeichnung für seine siebenteilige Serie über den Niedergang der Swissair (SZ ab 28.1.2001) und Peter Ackermann für seinen Artikel «Spurlos verschwunden», eine einfühlsame Reportage um das plötzliche, unerklärliche Verschwinden und spätere Wiederauftauchen eines Familienvaters aus Meierskappel (an Nr. 20, 12.10.2001, Seite 96).

Medienpreis für Finanzjournalisten
«Private», das in Schaffhausen erscheinende Magazin für Vermögensberatung und Private Banking hat am 11. September 2002 zum ersten Mal den mit 10'000 Franken dotierten «Medienpreis für Finanzjournalisten» verliehen.
Der Hauptpreis ging an Claude Baumann von der «Weltwoche» für seinen Artikel «Die fünf Irrtümer zum Bankgeheimnis», in dem er mit einigen immer wiederkehrenden Vorurteilen und Klischees zum Thema Bankgeheimnis aufräumt. Sandra Willmeroth vom «Akonto»-Bund des «Tages-Anzeigers» wurde mit einem der fünf Ehrenpreise ausgezeichnet für ihren Artikel «Schnäppchenjagd am Aktienmarkt» (TA vom 3.8.2001). In der Wirtschaftsredaktion des «Tages-Anzeigers» entwickle sich ein neues Kompetenzzentrum für Finanzjournalismus, heisst es in einer Mitteilung der Jury. Dabei sei ihr der Artikel von Sandra Willmeroth besonders aufgefallen, worin sie sich mit den «gefallenen Engeln im Swiss Performance Index» beschäftige und mit der Frage, wann man bei Blue-Chip-Schnäppchen zugreifen solle, und wann nicht. «Ein Artikel, den sich jeder Privatanleger zu Gemüte führen sollte», fasste die Jury ihr Urteil zusammen.



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