Medienmitteilung 

Tamedia plant Neubau auf dem Werd-Areal in Zürich – Entwurf des japanischen Architekten Shigeru Ban

Zürich, 11. Februar 2009 – Das Schweizer Medienhaus Tamedia plant auf dem
Zürcher Werd-Areal einen Neubau. Das fünfstöckige Gebäude nach einem Entwurf des japanischen Architekten Shigeru Ban soll Raum für rund 300 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2009. Die ersten Redaktionen und Verlage sollen 2011 von verschiedenen Aussenstandorten in Zürich auf das Werd-Areal ziehen.

Der Neubau ersetzt die drei Altbauten an der Werdstrasse 11, 13 und 15. Die zusammenhängenden Gebäude, die teilweise als Wohnbauten erstellt wurden, eignen sich aufgrund der veralteten Haustechnik und der kleinräumigen Raumstrukturen nicht für eine moderne Büronutzung. Eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes am Stauffacherquai 8 ergänzt das Projekt.

Filigrane Struktur aus Holz und Glas

Das Projekt des japanischen Architekten Shigeru Ban ist geprägt durch die besonders nachhaltige Bauweise und das gewählte Material. Eine filigrane Tragstruktur aus Holz zeichnet das Gebäude aus. Die Fassaden werden grosszügig mit Glas gestaltet, mit dem ein helles, freundliches Arbeitsumfeld geschaffen wird, in dem das Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Vordergrund steht. Gleichzeitig entspricht das Bauprojekt in seinem Volumen der im Quartier üblichen Blockrandbebauung in Regelbauhöhe und respektiert mit seinem Mansardendach und einem überhöhten Erdgeschoss den architektonischen Stil des Quartiers Aussersihl.

Nachhaltiger Beitrag zur Architektur

Tamedia will mit dem Neubau einerseits einen hochwertigen Beitrag zur Architektur im Stadtzentrum von Zürich leisten und strebt gleichzeitig ein nachhaltiges Gebäude an. Eine Doppelfassade gegen die Sihl hin wirkt als Klimapuffer und natürliches Ventilationssystem und reduziert den Bedarf an künstlichen Lüftungssystemen. Durch den Einsatz des nachwachsenden Baustoffes Holz sollen in der Bauphase die Emissionen für die Quartierbewohner möglichst gering gehalten werden. Das Ge-bäude soll zudem CO2-frei und ohne Einsatz von Atomstrom betrieben werden. Die Zielsetzung des CO2-freien Betrieb verteuert den Betriebsstrom um knapp 30 Prozent. Diese Mehrkosten werden durch eine ausgeklügelte Wärmedämmung und eine zukunftsgerichtete Haustechnik (Wärmepumpe) kompensiert.
 

Shigeru Ban: Visionen und Nachhaltigkeit

Tamedia entschied sich für Shigeru Ban, weil sich seine Werke durch aussergewöhnliche Ansätze und eine nachhaltige Bauweise auszeichnen. Der 1957 in Tokio geborene Ban eröffnete nach einem Architektur-Studium in Los Angeles und New York ein Architekturbüro in Tokio. Für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover errichtete er den 75 Meter langen und 15 Meter hohen japanischen Pavillon. Dieser wurde aus einer Aufsehen erregenden Konstruktion aus Kartonröhren gebaut. Zur Zeit befindet sich eines seiner grössten Projekte im Bau, das Kunstmuseum im fran-zösischen Metz.

Der Japaner gilt als einer der visionärsten Architekten der Welt. Das Sichtbar Ma-chen filigraner Trägerstrukturen ist eines seiner Markenzeichen. Ban macht damit die Statik eines Gebäudes sprichwörtlich erfass- und begreifbar. 2005 gewann er die Thomas-Jefferson-Medaille für Architektur. Die Zeitschrift «Time» bezeichnete ihn als einen der bedeutendsten Innovatoren für das 21. Jahrhundert im Bereich der Architektur und des Designs.

Tamedia plant Neubau auf dem Werd-Areal in Zürich – Entwurf des japanischen Architekten Shigeru Ban



 
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